Europatag: Stärken von Harmonie und Zusammenarbeit

Pressemitteilung Nr.: 17/16
9. Mai 2017
Brüssel

Anfangs Mai feiern die Europäische Union und der Europarat ihren jeweiligen Europatag und fördern bei dieser Gelegenheit Frieden und Einheit auf dem Kontinent. Mit diesem Tag werden auch die grundlegenden Werte Europas, wie Freiheit, Menschenrechte und Gleichberechtigung gefeiert, die auf der ganzen Welt zu politischen Reformen angeregt haben.

Im Zusammenhang mit der historischen Schuman-Erklärung  vom 9. Mai 1950 erinnert der Europatag an die Entstehung einer neuen Form politischer und wirtschaftlicher Zusammenarbeit in Europa, eine, die untrennbar mit Frieden und Gleichberechtigung verknüpft ist. Diese Bestrebungen sind tief in den religiösen (christlichen) und philosophischen Traditionen Europas verwurzelt und haben die Geschichte vieler europäischen Länder beeinflusst. Diese Ideale verbinden Europa mit dem Rest der Welt und mit allen Menschen guten Willens bei der Förderung von Frieden, Gerechtigkeit und Gleichberechtigung.
Die Feier des Europatages fällt auch mit dem Ende des Zweiten Weltkriegs zusammen. Dessen Schatten formt heute immer noch das Leben in Europa und erinnert uns an die tragischen und von Gewalt geprägten Zeiten, aus denen schließlich das europäische Projekt hervorging. Dieses Jahr fällt der Tag auch in die Osterzeit des christlichen Kalenders, in der die Christen der höchsten Inspiration für Hoffnung und Frieden gedenken – der Auferstehung Christi.

Heute ist Europa mit neuen Schranken konfrontiert, die besserer Harmonie und Zusammenarbeit im Wege stehen. Kirchen an vielen Orten in Europa sind bestrebt, die Erneuerung des europäischen Projekts zu unterstützen und eine Rückkehr zu dessen grundsätzlichen Werten zu fördern. Es ist an der Zeit, dass Europa diese Wurzeln erneut bekräftigt und deren gegenwärtigen Ausdruck stärkt. Die Konferenz Europäischer Kirchen hat die positive Rolle der Kirchen in der Gesellschaft und eine Vision von Europa, die über wirtschaftliche und politische Fragen hinaus geht, hervorgehoben, namentlich durch ihren kürzlich veröffentlichten offenen Brief „Welche Zukunft für Europa?“ sowie die Publikation „Beyond Prosperity?“ über wirtschaftliche Gerechtigkeit in Europa.

„Kirchen wollen nicht zu politischen Akteuren werden“, bemerkte KEK-Generalsekretär Pater Heikki Huttunen. „Die Kirchen drücken aber ihre Theologie durch einen breit gefassten und vielseitigen Dialog innerhalb des Mosaiks der europäischen Gesellschaft aus. Die christliche Diskussion in Europa basiert auf der Botschaft des Evangeliums und ihrer Aufforderung, den Unterdrückten, den Armen und den Ausgegrenzten eine Stimme zu geben.“

Erin Green
Kommunikations-Koordinatorin
Konferenz Europäischer Kirchen
Rue Joseph II, 174 B – 1000 Brüssel
Tel. +32 2 234 68 42
Fax +32 2 231 14 13
E-Mail: eeg@cec-kek.be
Webseite: www.ceceurope.org
Facebook: www.facebook.com/ceceurope
Twitter: @ceceurope

Die Konferenz Europäischer Kirchen (KEK) ist eine Gemeinschaft von 115 orthodoxen, protestantischen, anglikanischen und alt-katholischen Kirchen aus allen Ländern Europas sowie von 40 nationalen Kirchenräten und assoziierten Organisationen. Die KEK wurde 1959 gegründet. Sie hat Büros in Brüssel und Straßburg.

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