Im Gedenken an die Leben, die auf dem Weg in die Sicherheit verlorenen gingen

Pressemitteilung Nr.: 17/20
13. Juni 2017
Brüssel

Mehr als 30’000 Migrantinnen und Migranten und Flüchtlinge haben seit dem Jahr 2000 auf dem Weg nach Europa ihr Leben verloren; sie sind oft im Meer ertrunken oder in Containern auf Lastwagen und Schiffen erstickt. Durch intensive Solidarität und humanitäre Bemühung haben Kirchen in ganz Europa darauf geantwortet und sich für sichere und legale Wege eingesetzt.

Die christliche Antwort umfasst auch weit verbreitete Gebete für und Andenken an all jene, die ihr Leben verloren haben. Im Jahr 2013 erneuerte die Vollversammlung der Konferenz Europäischer Kirchen den Aufruf zu einem jährlichen Gebetstag am Sonntag, der dem Weltflüchtlingstag vom 20. Juni am nächsten ist, um an die Menschen zu denken, die auf der Suche nach einem Leben in Würde in Europa ihr Leben verloren haben. Gemeinsam ermutigen die Konferenz Europäischer Kirchen und die Kommission der Kirchen für Migranten in Europa ihre Mitglieder und alle unterstützenden Organisationen, sich am Sonntag, dem 18. Juni 2017, diesem Gebetstag anzuschließen. Kirchgemeinden und andere Gemeinschaften können zur Unterstützung ihrer Vorbereitungen auf der CCME-Webseite Ressourcen herunterladen.
In einem Aufruf an die Mitgliedschaft von KEK und CCME bemerkte KEK-Generalsekretär Pater Heikki Huttunen: „Wir können den Tatsachen, die Europas Schuld an dieser endlosen Qual aufdecken, nicht entgehen. Als Kirchen und Christen ist es unser göttlicher Aufruf, Zeuginnen und Zeugen und Dienerinnen und Diener der Auferstehung und des neuen Lebens in Gerechtigkeit und Frieden zu sein für alle, ungeachtet ihrer ethnischen Herkunft, Staatsangehörigkeit oder Religion.“

CCME-Generalsekretärin Doris Peschke fügte hinzu: „Bislang sind im Jahr 2017 in der Mittelmeerregion 1808 Personen als vermisst oder tot gemeldet worden. Das Gedenken an diese Personen fordert uns auch heraus, humanitäre Antworten sowie Such- und Rettungseinsätze zu intensivieren und für einen sicheren Weg zu sorgen.“

Die Kommission der Kirchen für Migranten in Europa und ihre Partner haben das Projekt Sichere Wege lanciert, als direkte Antwort auf die verlorenen Leben von Migrantinnen und Migranten und Flüchtlingen an den Grenzen zu Europa. Das Projekt unterstützt sichere und einfachere Wege nach Europa und umfasst Familienzusammenführung, humanitäre Visa und wechselseitige Anerkennung positiver Asylentscheidungen.

Kontakt für weitere Informationen oder Interview-Anfragen:

Erin Green
Kommunikations-Koordinatorin
Konferenz Europäischer Kirchen
Rue Joseph II, 174 B–1000 Brüssel
Tel. +32 2 234 68 42
Fax +32 2 231 14 13
E-Mail: eeg@cec-kek.be
Webseite: www.ceceurope.org
Facebook: www.facebook.com/ceceurope
Twitter: @ceceurope

Die Konferenz Europäischer Kirchen (KEK) ist eine Gemeinschaft von 115 orthodoxen, protestantischen, anglikanischen und alt-katholischen Kirchen aus allen Ländern Europas sowie von 40 nationalen Kirchenräten und assoziierten Organisationen. Die KEK wurde 1959 gegründet. Sie hat Büros in Brüssel und Straßburg.

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