Kirchenleitende aus der ganzen Welt: vereinte Unterstützung des Pariser Klimaschutzabkommens

Pressemitteilung Nr.: 16/10
20. April 2016
Brüssel

Am Hauptsitz der Vereinten Nationen in New York wird am Freitag ein in seiner Art beispielloser Anlass stattfinden. Nach jahrelangem Einsatz, von Fürsprachearbeit an den Wurzeln bis zur internationalen Klimakonferenz, wird erwartet, dass an diesem Tag mehr als 150 Länder das Pariser Klimaabkommen unterzeichnen. Insgesamt haben 195 Länder das Abkommen verabschiedet, das im Jahr 2020 in Kraft treten wird. Die hochrangige Feier findet am 22. April, dem Tag der Erde, statt.

Dieser Anlass ist ein wichtiger Schritt in der Umsetzung des internationalen Abkommens, das Maßnahmen umreißt, um den globalen Temperaturanstieg deutlich unter 2°C zu halten, und Anstrengungen weiterführt, um diesen möglichst auf 1,5°C zu beschränken. Im Pariser Abkommen wird ebenfalls anerkannt, dass viele der verletzlichsten Bevölkerungen und Gemeinschaften größeren Bedrohungen ausgesetzt sind, aufgrund von sich wandelnden und immer unvorhersehbarer werdenden Klimaverhältnissen.

Um diesen historischen Anlass zu begleiten, haben Kirchenleitende aus der ganzen Welt eine interreligiöse Erklärung unterzeichnet zum Zeichen ihrer Unterstützung für eine „umfängliche und ambitiöse Umsetzung des Pariser Abkommens und aller anderen Entscheidungen, die an der Klimakonferenz verabschiedet wurden.“ KEK-Präsident Bischof Christopher Hill gehört zu den Unterzeichnenden: „Gläubige Menschen und Menschen guten Willens hießen das Pariser Klimaschutzabkommen willkommen, doch nun ist die Implementierung nötig, um Paris in Tat umzusetzen. Die Welt schaut erwartungsvoll auf die folgenden Handlungen.“

Die KEK hat Aktionen unterstützt, die Kirchen im Hinblick auf das Pariser Abkommen durchgeführt haben, wie den Pilgerweg für Klimagerechtigkeit. Sie wird ihre Arbeit fortsetzen, insbesondere an der bevorstehenden Vollversammlung des Europäischen Christlichen Umweltnetzwerks (ECEN), die im Juni in Helsinki stattfindet.

Die Erklärung betont, dass der sorgsame Umgang mit der Schöpfung eine geteilte Verantwortung sei und somit die Menschen vereine, durch Handlungen für das Wohlergehen der globalen Familie. „Dieses Abkommen bringt uns die Hoffnung, dass in der Menschheit ein Umdenken stattfindet. Es muss in unseren Taten sichtbar werden – auf der Ebene unserer Regierungen, der kleinen und großen Unternehmen, unseren Gemeinden und Kirchen und in unserem persönlichen Alltag“, sagte Pfarrer Heikki Huttunen, KEK-Generalsekretär und Unterzeichner der interreligiösen Erklärung. „Wir müssen lernen, die Welt und ihr Leben als ein Ganzes zu sehen: unser Verhalten gegenüber der natürlichen Umwelt ist nicht nur eine Frage des Umweltschutzes, es ist hauptsächlich eine Frage der Moral.“

Zusätzlich zu den mehr als 270 hochrangigen Unterzeichnenden sind auch Einzelpersonen und Organisationen eingeladen, die interreligiöse Erklärung zum Klimawandel zu unterzeichnen. Bitte klicken Sie hier für weitere Informationen (in englischer Sprache).

Für weitere Informationen über das Pariser Abkommen und die Liste der Vertragsstaaten (in englischer, französischer oder spanischer Sprache) klicken Sie bitte hier.

Für weitere Informationen über die bevorstehende ECEN-Vollversammlung klicken Sie bitte hier (in englischer Sprache).

Für weitere Informationen oder ein Interview kontaktieren Sie bitte:

Erin Green
Kommunikationskoordinatorin

Konferenz Europäischer Kirchen

Tel: +32 2 234 68 42
E-Mail: eeg@cec-kek.be
Webseite: www.ceceurope.org
Facebook: www.facebook.com/ceceurope
Twitter: @ceceurope

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