Maltesische EU-Ratspräsidentschaft: Wiederbelebung des Glaubens in das europäische Projekt

Zu Beginn der sechsmonatigen EU-Ratspräsidentschaft von Malta traf sich am Freitag, 6. Januar eine gemeinsame Delegation der Konferenz Europäischer Kirchen (KEK) und der Kommission der Bischofskonferenzen der Europäischen Union (COMECE) mit dem Premierminister von Malta, Dr. Joseph Muscat und weiteren maltesischen Regierungsvertretern. Während des Treffens erörterten die Teilnehmer gemeinsame Anliegen, insbesondere mit Blick auf die Prioritäten des maltesischen Vorsitzes wie Migration, Nachbarschaftspolitik und soziale Integration.

„Die maltesische EU-Ratspräsidentschaft bietet unserer Nation die Möglichkeit, einen starken Impuls für die Wiederbelebung des Glaubens an das europäische Projekt zu setzen”, sagte der Erzbischof von Malta, Mgr. Charles J. Scicluna.

Die Themen Migration und Aufnahmebedingungen für Geflüchtete in Europa standen im Vordergrund des einstündigen Treffens. Sowohl Regierungs- als auch Kirchenvertreter drückten die Notwendigkeit aus, diese Diskussion neu anzugehen, um die Vorteile der Migration für die europäischen Gesellschaften und die Möglichkeiten, die Bedürftigen in Europa willkommen zu heißen, zu unterstreichen. Ebenso bekräftigten die Kirchen ihre Forderungen, sichere und legale Wege nach Europa zu fördern, die Einheit und Wiedervereinigung der Familie zu gewährleisten und die Dienste der Kirchen in den lokalen Zusammenhängen bei der Bereitstellung von Begegnungen mit Geflüchteten zu verbessern.

Die KEK-COMECE-Delegation ermutigte ebenfalls die maltesische Regierung, einen ganzheitlichen, globalen Ansatz zu verfolgen, der in jedem der prioritären Bereiche Fortschritte erzielt. Die Antworten auf die Migration und die Aufnahme von Geflüchteten müssen die Ursachen der Vertreibung von Menschen, einschließlich ökologischer Krisen, berücksichtigen. Die nachhaltigen Entwicklungsziele der Vereinten Nationen, die Sustainable Development Goals, und ihre Kohärenz mit den Politiken der Europäischen Union sind ein Bereich, durch den ein solider und ausgewogener Ansatz sich entwickeln kann.

Das Treffen der KEK und der COMECE mit der maltesischen EU-Ratspräsidentschaft fand im Rahmen des Artikels 17 des Vertrags über die Arbeitsweise der Europäischen Union statt. Es ist Teils des Engagements der EU für einen offenen, transparenten und regelmäßigen Dialog mit Kirchen und Religionsgemeinschaften. Die Kirchen waren dankbar für die Gelegenheit, sich zu Beginn des Ratsvorsitzes zu treffen, den Malta am 1. Januar 2017 übernommen hatte.

Laden Sie hier die Reflexionen der maltesischen Kirche zu Maltas EU-Ratspräsidentschaft herunter

Pressemitteilung der Katholischen Kirche in Malta

Teilnehmerliste:

Vertreter der maltesischen Regierung

  • Dr. Joseph Muscat, Premierminister
  • Louis Grech, stv. Premierminister und Minister für Europäische Angelegenheiten
  • Dr. George Vella, Minister für Auswärtige Angelegenheiten
  • Dr. Ian Borg, Parlamentarischer Staatssekretär für die EU-Ratspräsidentschaft und EU-Fonds

Vertreter von COMECE und KEK

  • SE. Mgr. Charles J Scicluna, Erzbischof von Malta und Mitglieder der COMECE
  • SE. Mgr. Mario Grech, Bischof von Gozo
  • Right Reverend Dr. Robert Innes, Bischof von Gibraltar in Europa, Church of England
  • Mgr. Joseph Galea Curmi, Generalvikar
  • Rev. Prof. Emanuel Agius, Dekan, Theologische Fakultät der Universität Malta
  • Doris Peschke, Generalsekretärin, Churches’ Commission for Migrants in Europe
  • Br Olivier Poquillon, OP, Generalsekretär der Kommission der Bischofskonferenzen in der Europäischen Union
  • Erin Green, Koordinatorin für Kommunikation, Konferenz Europäischer Kirchen (KEK)

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