Tagung befasst sich mit dem Umgang mit Ängsten durch interreligiöse Arbeit

Pressemitteilung des Ökumenischen Rates der Kirchen
Bild: Peter Lööv Roos/Kirche von Schweden/ÖRK

Pressemitteilung Nr.: 17/10
April 2017
Brüssel

„Welchen Beitrag können die Menschen leisten, die für Kirchen in der interreligiösen Arbeit tätig sind, angesichts der gegenwärtigen Herausforderungen, mit denen Europa konfrontiert ist?“ Dies war die zentrale Frage, die den Teilnehmerinnen und Teilnehmern, die als interreligiöse Verantwortliche für verschiedene Kirchen und kirchennahe Organisationen in Europa arbeiten, an der Tagung vom 29. – 31. März gestellt wurde.

Das Treffen fand im St. Columba’s House in Woking (Vereinigtes Königreich) statt, mit dem Ziel, das Thema „Migration und interreligiöse Beziehungen in Europa“ zu ergründen.

Die Tagung wurde von der Abteilung für interreligiösen Dialog und interreligiöse Zusammenarbeit des Ökumenischen Rates der Kirchen, gemeinsam mit Churches Together in Britain and Ireland sowie mit der Konferenz Europäischer Kirchen (KEK) ausgerichtet.

Zentrale Diskussionspunkte der Tagung waren die Herausforderungen im Zusammenhang mit der gegenwärtigen hohen Migration, mit zunehmender politischer Polarisierung in Europa, Islamfeindlichkeit, Antisemitismus und Rassismus sowie der Einfluss, den diese Probleme auf interreligiöse Fragen haben.

Die Anwesenden dankten Doris Peschke, Generalsekretärin der Kommission der Kirchen für Migranten in Europa, die die Gruppe über die gegenwärtige Arbeit der Kommission informierte. Insbesondere machte sie auf die Konferenz mit dem Titel „Fürchte dich nicht“ aufmerksam, die 2016 in Lunteren (Niederlande) stattgefunden hatte.

Der Umgang mit Angst sei für viele Menschen in Europa momentan eine ernste Besorgnis, waren sich die Teilnehmenden einig. Die Gruppe würdigte die positiven Reaktionen vieler Kirchen und anderen Glaubensgemeinschaften und betonte den Bedarf an weiterer theologischer Reflexion zu Fragen im Zusammenhang mit den Realitäten, Potenzialen und der Komplexität der Menschen, sowohl in Bezug auf Flüchtlinge als auch auf diejenigen, die sie aufnehmen.

Während der Tagung besuchte die Gruppe die Shah-Jahan-Moschee in Woking, die erste zweckbestimmt gebaute Moschee im Vereinigten Königreich, und war dankbar für die Gastfreundschaft, mit der sie dort empfangen wurde.

Zu den Ergebnissen der Tagung gehören die Hoffnung, dass an der KEK-Vollversammlung im Juni 2018 in Novi Sad ein Workshop über interreligiöse Fragen in Europa stattfinden wird sowie die Absicht, eine Konferenz vorzubereiten, die später im Jahr 2018 ausgerichtet werden soll, und auf der die interreligiösen Aspekte der Migration sowohl aus einer praktischen wie auch aus einer theologischen Perspektive heraus betrachtet werden sollen. Weiter wurde vereinbart, dass es hilfreich wäre, für Personen, die innerhalb von Kirchen an interreligiösen Fragen arbeiten, zumindest ein informelles Netzwerk zu schaffen.

Erin Green
Kommunikations-Koordinatorin
Konferenz Europäischer Kirchen
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Tel. +32 2 234 68 42
Fax +32 2 231 14 13
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Twitter: @ceceurope

Die Konferenz Europäischer Kirchen (KEK) ist eine Gemeinschaft von 115 orthodoxen, protestantischen, anglikanischen und alt-katholischen Kirchen aus ganz Europa sowie von 40 nationalen Kirchenräten und assoziierten Organisationen. Die KEK wurde 1959 gegründet. Sie hat Büros in Brüssel und Straßburg.

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