Europa – Wohin? Regionale Konsultation in Edinburgh über Zukunft Europas

Pressemitteilung Nr.: 17/13
April 2017
Brüssel

Die Konferenz Europäischer Kirchen hat zur zweiten regionalen Konsultation zur Vorbereitung ihrer 15. Vollversammlung einberufen, die im Juni 2018 in Novi Sad (Serbien) stattfinden wird. An der Konsultation, die in Zusammenarbeit mit Action of Churches Together in Scotland und mit Churches Together in Britain and Ireland organisiert wurde, nahmen Ökumene-Verantwortliche, politische Fachleute und Kirchenleitende teil und diskutierten über die Zukunft Europas. Im Zentrum der Diskussionen stand die gegenwärtige politische Landschaft im Vereinigten Königreich und in Irland.

Die Konsultation fand im Rahmen eines weit gefassten Prozesses statt, der von der KEK durch den offenen Brief „Welche Zukunft für Europa?“ lanciert worden war. Mit diesem Brief hatten wir Kirchen zum Dialog eingeladen über die vielen schwierigen und zusammenhängenden Herausforderungen, mit denen Europa heute konfrontiert ist und über die Möglichkeiten, wie die positive Rolle der Kirchen in der europäischen Gesellschaft am besten hervorgehoben werden kann.

In seinen eröffnenden Bemerkungen betonte KEK-Präsident Bischof Christopher Hill, wir müssten uns Europa neu vorstellen anhand eines von Gebeten geprägten Prozesses des Zuhörens und des Dialogs. „Die Kirchen müssen sich den Geist, der das europäische Projekt inspiriert hat, neu zu eigen machen: Versöhnung, Vergebung, Solidarität, menschliche Würde, Gerechtigkeit und Frieden.“

Wenn auch die Perspektiven der Vertreterinnen und Vertreter aus dem Vereinigten Königreich und aus Irland unterschiedlich waren, teilten sie doch eine gemeinsame Sorge um die sozialen Aspekte der Herausforderungen, mit denen sich Europa befassen muss; wie Armut, Aufnahme von Immigrierenden und Flüchtlingen sowie Eingliederung junger Menschen. Heather Roy, Generalsekretärin von Eurodiaconia, unterstrich diese Anliegen: „Beim Engagement in Europa sollte es nicht um Geld gehen, sondern darum, ein gemeinsames Ziel zu haben, diesen Horizont des Reiches Gottes, voneinander zu lernen, und ja, gemeinsame Advocacy-Arbeit zu leisten.“

Jim Wallace, ehemaliger stellvertretender Premierminister Schottlands, teilte diese Anliegen und betonte, dass die Überwindung von Ängsten und ein starkes Engagement für soziale Gerechtigkeit für die Zukunft Europas unerlässlich seien.

Die nächste regionale Konsultation für Südeuropa und die Region Mittel- und Osteuropa wird im zweiten Halbjahr 2017 stattfinden.

Erin Green
Kommunikations-Koordinatorin
Konferenz Europäischer Kirchen
Rue Joseph II, 174 B–1000 Brüssel
Tel. +32 2 234 68 42
Fax +32 2 231 14 13
E-Mail: eeg@cec-kek.be
Webseite: www.ceceurope.org
Facebook: www.facebook.com/ceceurope
Twitter: @ceceurope

Die Konferenz Europäischer Kirchen (KEK) ist eine Gemeinschaft von 115 orthodoxen, protestantischen, anglikanischen und alt-katholischen Kirchen aus allen Ländern Europas sowie von 40 nationalen Kirchenräten und assoziierten Organisationen. Die KEK wurde 1959 gegründet. Sie hat Büros in Brüssel und Straßburg.



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