Freundschaften in ganz Europa schließen: Malva Rosenfeld ist die jüngste Teilnehmerin der Vollversammlung

 

Foto: Albin Hillert/CEC

Von Klaus Rieth

In zwei Monaten, im August dieses Jahres, wird Malva Rosenfeld 18. Damit ist sie wohl die jüngste Teilnehmerin der KEK-Vollversammlung in Novi Sad. Malva ist als Jugendberaterin zur Vollversammlung eingeladen worden und Teil der schwedischen Delegation. Sie kommt aus der mittelschwedischen Stadt Nora.

Dass sie nach Novi Sad eingeladen wurde hat, die engagierte junge Frau einer Rede zu verdanken, die sie in ihrer Heimatkirchengemeinde hielt und die zahlreiche Menschen beeindruckte. Vor gut einem Jahr berichtete sie in ihrer Kirchengemeinde über die Situation der Kinder, die weltweit sterben, bevor sie fünf Jahre alt werden. Da müsse man etwas dagegen unternehmen und Geld geben für sinnvolle Projekte, war ihr eindringliches Fazit. Auch ein Besuch des Konzentrationslagers in Ausschwitz während der Konfirmandenzeit hat tiefe Spuren bei ihr hinterlassen. Sie selbst hat jüdische Vorfahren.

Malva hat eine jüngere Schwester und kommt aus einem Elternhaus, wo Religion nicht an erster Stelle steht. Aber durch ihre Konfirmation und den Unterricht davor durch ihren Pfarrer ist sie mit dem christlichen Glauben vertraut geworden. Und sie hat sie auch Lust bekommen, sich als Jugendleiterin in der Jugendgruppe zu engagieren.

Berichten über „Gerechtigkeit“ und „Menschenrechte“

In Novi Sad, so berichtet sie, fühle sie sich sehr wohl. Sie kommt mit den anderen Jugenddelegierten, Jugendberaterinnen und Stewards zusammen, und genießt es, neue Freundschaften mit Menschen aus ganz Europa schließen zu können. „Die wollen alle was zum Besseren ändern auf unserer Welt und sie glauben auch an Gott“, fasst sie ihre Erfahrungen zusammen.

Auch wenn es für sie manchmal gewöhnungsbedürftig ist, zwei Stunden lang den Referaten und Vorträgen zuzuhören, so ist ihr vor allem das Thema „Gastfreundschaft“ wichtig geworden; auch welche Zukunft Europa hat und wie diese Themen konkret umgesetzt werden können.

Wenn sie zurück nach Hause kommt, will sie in ihrer Gemeinde von ihren Erfahrungen in Serbien berichten. Über die Themen „Gerechtigkeit“ und „Menschenrechte“. Schweden nehme immer noch viele Flüchtlinge aus aller Welt auf. Das müsse so bleiben. Man müsse auch einmal darüber nachdenken, wie dankbar wir wären, wenn wir fliehen müssten, und uns dann andere Länder aufnehmen. Das Thema der Integration dieser Flüchtlinge liegt ihr ebenso am Herzen.

Neben der Arbeit kommt bei der Vollversammlung das Freizeitleben nicht zu kurz. Als sie angekommen wären, hätte es am zweiten Tag ein kleines Open-Air-Konzert in Novi Sad gegeben. Als die Band noch den ABBA-Hit „Mamma Mia“ gespielt habe, seien ihr vor Rührung fast die Tränen gekommen.

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