Gemeinsame Erklärung von Kardinal Marx, Präsident der Kommission der Bischofskonferenzen der Europäischen Gemeinschaft
 (COMECE), und Bischof Christopher Hill, Präsident der Konferenz Europäischer Kirchen (KEK), anlässlich ihres Treffens mit Jean-Claude Juncker, Präsident der Europäischen Kommission

Gemeinsame Erklärung von Kardinal Marx, Präsident der Kommission der Bischofskonferenzen der Europäischen Gemeinschaft
 (COMECE), und Bischof Christopher Hill, Präsident der Konferenz Europäischer Kirchen (KEK), anlässlich ihres Treffens mit Jean-Claude Juncker, Präsident der Europäischen Kommission

Pressemitteilung Nr.: 17/08
31. März 2017
Brüssel

Kardinal Marx, Präsident der COMECE, und Bischof Christopher Hill, Präsident der Konferenz Europäischer Kirchen, trafen sich am 31. März, um das ökumenische Engagement der Kirche für das europäische Projekt angesichts der aktuellen Herausforderungen zu stärken. Jean-Claude Juncker, Präsident der Europäischen Kommission, empfing sie am gleichen Tag im Rahmen des offenen, transparenten und regelmäßigen Dialogs zwischen der Europäischen Union und den Kirchen, der in Artikel 17 des Vertrags über die Arbeitsweise der Europäischen Union verankert ist. Folgende Erklärung wurde abgegeben:

„Der 60. Jahrestag der Römischen Verträge bietet neue Möglichkeiten, über unsere Geschichte in Europa sowie über dessen Zukunft nachzudenken. In den Jahrzehnten seit der Gründung der Europäischen Union und ihrer Vorgängerinstitutionen, haben die Europäerinnen und Europäer von einer historischen Zeit des Friedens, der Verbreitung der Demokratie auf dem Kontinent und der zunehmenden Freizügigkeit, in ganz Europa zu arbeiten, zu reisen oder zu studieren, profitiert.

Nie dagewesene Herausforderungen erfordern heute verbesserte Zusammenarbeit, die auf Frieden, Gerechtigkeit und Solidarität ausgerichtet ist. Mehr denn je glauben wir an das europäische Projekt und sind überzeugt, dass ein gemeinschaftlicher Weg, der auf gemeinsamen Werten beruht, der beste Weg ist. Ein vereinigtes Europa bringt Frieden in einer Welt, in der er nicht als selbstverständlich gehalten werden kann. Gemeinsam kann Europa den sozialen und wirtschaftlichen Herausforderungen der Globalisierung, insbesondere der sozialen Ungleichheiten in seinen Grenzen, begegnen.

In seiner Rede im Europäischen Parlament im November 2014 beschrieb Papst Franziskus Europa als ‚einen kostbaren Bezugspunkt für die gesamte Menschheit‘ und forderte Europa auf, sich zu dieser Mission zu bekennen und sie zu erfüllen. Das heißt: wir sollten danach suchen, was uns verbindet und der Sache des Friedens dienen.

Angesichts der vielfältigen, zusammenhängenden Krisen, mit denen heute Europa als Ganzes konfrontiert ist, hat die Konferenz Europäischer Kirchen mit ihren Mitgliedern einen breiten Konsultationsprozess zur Zukunft Europas angestoßen. Im offenen Brief Welche Zukunft für Europa? skizziert die KEK ihre Vision von Europa und ruft zu einer Rückkehr zu den Werten der Zusammenarbeit, der sozialen Eingliederung und der Solidarität auf, von denen seine Gründer in den vergangenen Generationen inspiriert worden sind.

Zum 60. Jahrestag der Römischen Verträge organisieren die COMECE und der Heilige Stuhl vom 27. bis 29. Oktober im Vatikan einen Kongress unter dem Titel (Re)thinking Europe. Dadurch möchte die COMECE eine Gelegenheit zum Dialog und zur gemeinsamen Reflexion unter den Bischöfen, hochrangigen politischen Vertretenden und anderen kirchlichen Akteuren zusammen mit Papst Franziskus bieten, als klares Zeichen für das starke Engagement der katholischen Kirche, neue Wege für ein Zusammenleben auf dem Kontinent zu finden.

Wir lassen uns von dem in der Charta Oecumenica festgeschriebenen Fundament ermutigen und von deren Aufruf an die Kirchen zum Dialog, zur Einheit und zum Handeln. Wir greifen diesen Appell auf in unserer Arbeit für den Schutz der Schwächeren, für die Bewahrung der Schöpfung und für die Förderung des Dialogs mit anderen Glaubensrichtungen und Weltanschauungen. In diesem Sinne hoffen wir auf eine Zukunft Europas, welche die Vision, die vor 60 Jahren entworfen worden ist, verwirklicht und darüber hinaus geht.“

Bischof Christopher Hill, KEK-Präsident & Kardinal Marx, COMECE-Präsident

Erin Green
Kommunikations-Koordinatorin
Konferenz Europäischer Kirchen
Rue Joseph II, 174 B-1000 Brüssel
Tel. +32 2 234 68 42
Fax +32 2 231 14 13
E-Mail: eeg@cec-kek.be
Webseite: www.ceceurope.org
Facebook: www.facebook.com/ceceurope
Twitter: @ceceurope

Die Konferenz Europäischer Kirchen (KEK) ist eine Gemeinschaft von 115 orthodoxen, protestantischen, anglikanischen und alt-katholischen Kirchen aus ganz Europa sowie von 40 nationalen Kirchenräten und assoziierten Organisationen. Die KEK wurde 1959 gegründet. Sie hat Büros in Brüssel und Straßburg.



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