Weltflüchtlingstag: “Fürchte Dich nicht” – Kirchen fordern verstärkte Anstrengungen

Pressemitteilung Nr: 16/17
20. Juni 2016
Brüssel

Heute am 20 Juni ist Weltflüchtlingstag. Die Vereinten Nationen schätzen, dass jede Minute acht Personen vor Krieg, Verfolgung oder Terror fliehen. Dieser Tag wurde ausgerufen, um Aufmerksamkeit auf ihren gemeinsamen Kampf zu richten und die weltweit verbreitete Vertreibung von Menschen anzugehen.

Flüchtlinge, Asylsuchende, Binnenvertriebene und Staatenlose riskieren oft alles, auch ihr eigenes Leben, auf der Suche nach Frieden und Sicherheit. Es sind diese Menschen, die mehr als 60 VertreterInnen von Kirchen und ökumenischen Organisationen vom 14.-16. Juni nach Lunteren (Niederlande) brachten, um bessere Antworten auf die globale Flüchtlingskrise zu fordern. Diejenigen, die sich zum Thema „Fürchte Dich nicht“ versammelten, fanden Möglichkeiten zur Zusammenarbeit bei der gemeinsamen Unterstützung und in anwaltlichen Initiativen.

Die direkten Erfahrungen von Flüchtlingen und Asylsuchenden waren von zentraler Bedeutung für die Arbeit in Lunteren. Die Gruppe hörte Geschichten von Flüchtlingen, die schwierige und gefährliche Reisen nach Europa hinter sich hatten. Sie besuchte auch ein Zentrum bei Amsterdam, wo viele Männer untergebracht sind, deren Asylantrag geprüft wird.

Die Konferenz endete mit einem gemeinsamen öffentlichen Appell an Kirchen und kirchennahe Organisationen, ihre Beteilgung an öffentlichen Debatten und ihre Fürsprache zu verstärken. Die Teilnehmenden sprachen eine Reihe von Themen auf nationaler und europäischer Ebene an. Sie unterstrichen, dass mehr getan werden müsse, um die öffentliche Wahrnehmung hinsichtlich der europäischen Kapazitäten für die Aufnahme von Flüchtlingen zu korrigieren, und um Leiden zu lindern und eine Grundversorgung zu gewährleisten. Die Erfahrungen der Kirchen, die an vorderster Linie arbeiten, müssen genutzt werden, um einen fairen und mitfühlenden Blick auf die gegenwärtige Situation in Europa zu kultivieren.

Die Stellungnahme unterstreicht auch die Bedeutung von Politik in der Verteidigung der Würde jedes Menschen. Sie wiederholt die Forderungen, dass Europa sichere und legale Zugangswege schaffen und das Recht auf Schutz respektieren soll, wie es in der Europäischen Menschenrechtskonvention verankert ist. Solche Maßnahmen sind notwendig, um das gewaltige Leiden zu beenden, das durch Verfolgung und Konflikt, aber auch durch Schleusen und Menschenhandel ausgelöst wird.

Der vollständige Text der Stellungnahme von Lunteren findet sich hier:  

„Fürchte Dich nicht“ wurde organisiert durch eine Partnerschaft der Konferenz Europäischer Kirchen, der Kommission der Kirchen für Migranten in Europa, des Ökumenischen Rates der Kirchen und der Protestantischen Kirche in den Niederlanden.

       Übersetzt aus dem englischen Original

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