Wie verbessern wir die Lage der Roma-Bevölkerung in Europa? Herausforderungen und offene Fragen

PRESS RELEASE No. 14/15 DE
8 May 2014
Gemeinsame CCEE – KEK Finale Pressemitteilung

Wie verbessern wir die Lage der Roma-Bevölkerung in Europa?
Herausforderungen und offene Fragen

Der Rat der europäischen Bischofskonferenzen (CCEE) und die Konferenz Europäischer Kirchen (KEK) veranstalteten unter der Schirmherrschaft der griechischen Präsidentschaft eine gemeinsame Konsultation zum Thema “Wie verbessern wir die Lage der Roma-Bevölkerung in Europa? Herausforderungen und offene Fragen“. Die Konsultation fand auf freundliche Einladung des Ökumenischen Patriarchats vom 5. bis 7. Mai in Athen statt.

Während des Treffen begrüßte der Vize-Außenminister Griechenlands, Kyriakos Gerontopoulos, die Teilnehmer und unterstrich die Bedeutung der “sozialen Integration der Roma bei gleichzeitiger Wahrung ihrer kulturellen Traditionen und ihres Lebensstils“.

Am Ende ihres Treffens verabschiedeten die Teilnehmer ein Kommuniqué, in welchem sie – neben anderen Erwägungen – besondes ihre Sorgen über die zigeunerfeindlichen Reden in Europa und den Ausschluss der Roma “seitens der Gesellschaft, insbesondere was Bildung, Arbeit, Unterkunft und Gesundheit betrifft“ zum Ausdruck brachten. Sie erinnern daran, dass „die Roma Bürger der europäischen Staaten sind, mit Rechten und Pflichten. Personenfreizügigkeit, Niederlassungsfreiheit, Anstellungserlaubnis, wo sich Arbeit findet, sind Rechte aller Bürger der Europäischen Union, und müssen daher auch für die Minderheit der Roma respektiert werden“. Die Teilnehmer fordern ein besseres Verständnis dafür, was die Integration der Roma in unserer Gesellschaft bedeutet und dass sie “nicht mit Assimilierung verwechselt werden darf”. Gleichzeitig unterstreichen sie die wichtige Rolle der Kirchen für die Verbesserung der Situation der Roma in vielen Teilen Europas: „die Ortsgemeinden bieten einen Raum für interkulturelle Begegnungen der verschiedenen Gemeinschaften und fördern so die Akzeptanz und das Vertrauen. Die Kirchen könnten daher eine Kultur der Bildung und des Lernens unter den Randgemeinschaften fördern“.

In der Nachfolge Jesu Christi, dem Retter aller Menschen, bekräftigen der Rat der europäischen Bischofskonferenzen und die Konferenz der europäischen Kirchen ihre Verpflichtung in diesem Bereich und werden wirksame Folgemaßnahmen erwägen, um die Situation der Roma in Europa zu verbessern.Das Schluss-Kommuniqué liegt bei.

Das Schluss-Kommuniqué liegt bei.

Die Konferenz der Europäischen Kirchen (KEK) ist eine Organisation der orthodoxen, evangelischen, anglikanischen und altkatholischen Kirchen Europas mit rund 300 Millionen Mitglieder. Zur KEK gehören auch zahlreiche Partnerorganisationen und die nationalen Räte der Kirchen Europas. Die Organisation setzt sich für ein menschliches, sozial gerechtes und friedliches Europa ein. Ihr ständiges Anliegen ist die Förderung der Einheit der Christen und des Dienstes an der ganzen Gemeinschaft. Die KEK wurde 1959 begründet und hat ihren Sitz in Genf, Brüssel und Straßburg. www.ceceurope.org

Der Rat der Europäischen Bischofskonferenzen (CCEE) steht im Dienste der Kirche in Europa. Er fördert die kollegiale Zusammenarbeit und die Kommunion der Bischöfe und der Bischofskonferenzen im europäischen Kontinent. Der CCEE engagiert sich für die Neuevangelisierung und unterstützt die Kirche in diesem Bereich. Durch seine Arbeit vereint der CCEE alle Vertreter der katholischen Kirche in Europa und fördert das Glaubensbekenntnis und die Verkündung des Evangeliums, um alle Menschen und Gemeinden in Europa zu erreichen und vereinen. www.ccee.eu



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